Mittwoch, der 12. August 2026, wird bei uns Astrofotografen noch lange in Erinnerung bleiben. Ein kalendarischer Glücksfall bescherte uns gleich zwei absolute Astro-Highlights an ein und demselben Tag: Erst eine hochgradige Sonnenfinsternis am späten Nachmittag und Abend, gefolgt vom feurigen Höhepunkt des Perseiden-Sternschnuppenschauers in der darauffolgenden Nacht.
Mit einer Gruppe aus 7 Fotofreundinnen und -freunden packte mich die Begeisterung, und wir machten uns auf den Weg in die Eifel. Unser Ziel: raus aus dem störenden Stadtlicht, hinein in die Dunkelheit für freie Sicht auf das Himmelsgeschehen.
Akt 1: Das kosmische Schauspiel am Abend
Unser Beobachtungsplatz in der Eifel erwies sich schnell als echter Magnet. Was wir als lauschigen Geheimtipp geplant hatten, hatte sich längst herumgesprochen: Zahlreiche andere Schaulustige und Astronomie-Begeisterte hatten sich ebenfalls eingefunden, um dieses seltene Schauspiel mitzuerleben. Die Stimmung unter den Anwesenden war fantastisch – eine Mischung aus gespannter Vorruhe und staunendem Gemurmel.
Das absolute Highlight der Sonnenfinsternis war die enorme Bedeckung von über 80 Prozent.
Hochkonzentriert wurden Objektive gewechselt, Spezialfilter montiert und die optimalen Kameraeinstellungen gesucht, um den schleichenden Schatten des Mondes auf der Sonnenscheibe detailgetreu festzuhalten.
Bilderserie vom Anfang der Bedeckung über die Maximale bis zum Sonnenuntergang bei dem der Mond fast herumgewandert ist.
Akt 2: Die sternklare Nacht der Sternschnuppen
Kaum hatte sich die Sonne endgültig verabschiedet und die letzten Dämmerungsfarben wichen der Dunkelheit, wechselten wir nahtlos den Fokus. Nun galt es, die Kameras auf Weitwinkel umzustellen und den Blick gen Nordosten zu richten – direkt in den Radiant des diesjährigen Perseiden-Stroms ohne Mondlicht.
Während sich der Platz nach und nach etwas leerte, hielten wir durch. Die Bedingungen in der Eifel spielten perfekt mit: Der Himmel zeigte sich von seiner klaren Seite und bot den Perseiden die Bühne, die sie verdienten. Zwar flitzen die hellen Meteore den gesamten August über über den Nachthimmel, doch in dieser Augustnacht schien die Dichte der aufleuchtenden Lichtspuren ihren Zenit zu erreichen.
- Technik-Check: Lange Belichtungszeiten, offene Blenden und hohe ISO-Werte, kombiniert mit stundenlangem Auslösen, sollten sich bezahlt machen.
- Ergebnis: Mehrere wunderschöne Aufnahmen von rasanten Sternschnuppen, die den funkelnden Milchstraßenbogen kreuzten.
Leider sind Fotos dieses Ereignisses immer nur eine Momentaufnahme. Die Sternschnuppen live zu erleben ist unvergleichlich beeindruckender.
Zwei Top-Ereignisse an einem Tag fordern Mensch und Material. Nach unzähligen Stunden an den Kameras, schwindenden Akkus, aber gefüllten Speicherkarten traten wir tief in der Nacht den Heimweg an. Die Müdigkeit am nächsten Morgen war absolut nebensächlich – das Erlebnis, dieses seltene astronomische Doppelpack mit so einer tollen Gruppe in der unberührten Natur der Eifel eingefangen zu haben, war jede Minute wert.





Ein Kommentar zu “Doppeltes Himmelsleuchten: Sonnenfinsternis und Perseiden-Nacht in der Eifel”
Die Nacht um die Ohren zu schlagen, hat sich wieder sehr gelohnt, wenn ich deine Ergebnisse betrachte.
Oh man, ich wäre so gerne dabei gewesen. 🙁
LG Frauke